Montag, 31. Mai 2010

Kurzkritik: Stag Night

Verkaufsstart: 02.07.2010 (Verleihstart: 27.05.2010)
Länge: 81 min.
FSK: 18
Regie: Peter A. Dowling
Darsteller: Scott Adkins, Vinessa Shaw, Breckin Meyer

Plot: 
Vier Freunde begeben sich auf den Heimweg von einem ausgiebigen Junggesellenabschied. Ahnungslos steigen sie an einer längst geschlossenen U-Bahn-Station aus und wollen zusammen mit ihren zwei weiblichen Bekanntschaften den Weg durch den Tunnelschacht zur nächsten Haltestelle zu Fuß zurück legen. Dort werden sie Zeuge eines grausamen Mordes und müssen vor einer Horde im Untergrund lebender Kannibalen durch ein Netz von Höhlen und Tunneln fliehen.

Kritik: 
Die U-Bahn kann schon ein beängstigender Ort sein, besonders bei Nacht. Das Szenario ist wie geschaffen für Horrorfilme, und hat auch schon einige sehr gute Genrevertreter hervorgebracht. Auch "Stag Night" möchte auf den U-Bahn-Zug aufspringen, offenbart aber schon zu Beginn einige gravierende Schwächen. 
Denn unsere Gruppe der Opfer besteht leider nur aus platten Charakterschablonen. Solche Abziehbilder sind einem reichlich egal, was dem Film nicht gerade gut tut. Ähnlich belanglos kommt die restliche Rahmenhandlung daher, und es ist offensichtlich, dass es Regisseur Peter A. Dowling nur um die Hetzjagd durch unheimliche Tunnelsysteme geht. Wozu sich also mit so unnötigen Dingen wie der Story aufhalten?
Aber "Stag Night" ist auch kein ganz schlechter Film. Er ist über weite Strecken recht spannend, ordentlich in Szene gesetzt und erzeugt stellenweise eine beunruhigend realistische Atmosphäre. Dumm nur, dass es im Subgenre U-Bahn-Horror bereits mehr als genug Geheimtipps gibt, mit denen "Stag Night" nicht mithalten kann, wie den einfallsreichen Schocker "End of the Line" oder "Creep" mit Franka Potente. Wer die beiden schon kennt und nach ähnlichem Material sucht, für den ist "Stag Night" eine brauchbare Ergänzung. Den großen Wurf sollte man aber nicht erwarten.

Kinothek-Rating: 41%

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