Donnerstag, 27. Mai 2010

Kurz und bündig: "Gamer" vernichtet Filmkunst?!

Nachdem ich vor einigen Tagen "Gamer" rezensiert habe (siehe hier), ist mir heute eine Kleinigkeit aufgefallen, die mich sogar noch mehr stört als die billige Alibi-Gesellschaftskritik. Und zwar sind das die ersten Minuten im Vorspann. Da werden Bilder von verschiedensten Orten der Erde gezeigt, in die mit Hilfe von CGI Leuchtreklame und Werbung für das fiktive Online-Game "Slayers" einkopiert wurden. So weit, so gut.
Aber was sieht man dort, wenn man genauer hinsieht? Die Bilder sind fast ausschließlich dem genialen Filmkunstwerk "Baraka" von Ron Fricke entnommen! Natürlich wird das rechtlich abgeklärt sein. Aber ob es wirklich richtig ist, solche kunstvollen Aufnahmen mit tiefgründiger Aussage für eine derart belanglose Intro-Sequenz zu zerstören, darüber kann man geteilter Meinung sein. Mich stört das gewaltig, und ich muss mich schwer zurückhalten, "Gamer" deswegen nicht nochmal abzuwerten. Ist ja schließlich nur meine Ansicht. Und wer Ron Frickes "Baraka" nicht kennt: Schaut ihn euch an, dann wisst ihr, warum mich diese Verfälschung so aufregt.

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